Sonntag, 23. Juni 2013

KATERINA ANGELAKI-ROOKE * ΚΑΤΕΡΙΝΑ ΑΓΓΕΛΑΚΗ-ΡΟΥΚ


Der Segen des Fehlens

Ich bin meinen Mängeln dankbar
was mir fehlt, das schützt mich
vor demjenigen, das ich verlieren werde
alle meine Fähigkeiten
die auf dem ungepflegten Acker des Lebens vertrockneten
beschützen mich vor unnützen, sinnlosen
Bewegungen in die Leere.
Was mir fehlt, lehrt mich
was mir übriggeblieben ist
desorientiert mich
weil es mir Bilder aus der Vergangenheit zeigt
als wären sie Versprechen für die Zukunft.
Ich kann es nicht, ich wage es nicht
mir auch nur einen Engel
als Passanten vorzustellen, weil ich
in einen anderen Planeten ohne Engel
hinabsteige.
Die Liebe war eine große Sehnsucht
nun ist sie zur besten Freundin geworden
gemeinsam genießen wir die Melancholie der Zeit.
Entbehre mich – bitte ich das Unbekannte –
entbehre mich noch mehr
damit ich überlebe.


(in meiner Übertragung)






Η ευλογία της έλλειψης

Ευγνωμονώ τις ελλείψεις μου
ό,τι μου λείπει με προστατεύει
από κείνο που θα χάσω
όλες οι ικανότητές μου
που ξεράθηκαν στο αφρόντιστο χωράφι της ζωής
με προφυλάσσουν από κινήσεις στο κενό
άχρηστες, ανούσιες.
Ό,τι μου λείπει με διδάσκει
ό,τι μου 'χει απομείνει
μ’ αποπροσανατολίζει
γιατί μου προβάλλει εικόνες απ’ το παρελθόν
σαν να 'ταν υποσχέσεις για το μέλλον.
Δεν μπορώ, δεν τολμώ
ούτ’ έναν άγγελο περαστικό
να φανταστώ γιατί εγώ
σ’ άλλον πλανήτη, χωρίς αγγέλους
κατεβαίνω.
Η αγάπη, από λαχτάρα που ήταν
έγινε φίλη καλή
μαζί γευόμαστε τη μελαγχολία του Χρόνου.
Στέρησέ με –παρακαλώ το Άγνωστο–
στέρησέ με κι άλλο
για να επιζήσω.

(από τη συλλογή
Η ανορεξία της ύπαρξης, 2011)

Donnerstag, 20. Juni 2013

DINOS LYRIKOS * ΝΤΙΝΟΣ ΛΥΡΙΚΟΣ


vom Meer angeschwemmt, wurde ich der Sommer...


Ein Boot war ich, bevor ich Umgebung wurde...
dann wurde ich der Wunsch für einen guten Tag und erzählte dir meinen Traum der vorigen Nacht...
bis ich damit fertig war, da ich ja langsam und vom Schlaf gestreichelt sprach, kamen auch andere hinzu...

irgendwo gibt es Honig, Brot und Milch...
Ruhe und Gelassenheit sind auf gutem Wege... denke ich.

Frisch ist es und ich lege mich zu deinen Füßen...

ich bin das Boot und du seine Empfangsform,
vielmehr sein neues Leben...
oder gar eins seiner Kissen, ein schläfriges.

Du sagst, es ist nicht leicht, nicht mal das Einfache, doch eigentlich ist es...
und fügst hinzu, stell dir vor, der Sommer hätte uns vergessen...

ich glaube nicht... mein Wunsch wird in Erfüllung gehen, sage ich dir...


(in meiner Übersetzung)







με ξέβρασε η θάλασα κι έγινα καλοκαίρι...


Πριν γίνω περιβάλλον ήμουνα βάρκα...
μετά έγινα καλημέρα και σου διηγήθηκα το όνειρο της προηγούμενης νύχτας...
μέχρι να τελειώσω καθώς μιλούσα αργά και νυσταγμένα μαζεύτηκαν κι άλλοι...

κάπου παίζει μέλι, ψωμί και γάλα...
η γαλήνη πήρε το δρόμο της... σκέφτομαι.

Eίναι δροσερά και ξαπλώνω στα πόδια σου...

είμαι η βάρκα και εσύ είσαι το σχήμα της υποδοχής,
η νέα της ζήση μάλλον...
ένα μαξιλάρι της ίσως, ένα νωχελικό μαξιλάρι.

Λες, δεν είναι εύκολα ούτε καν τα απλά, ενώ είναι...
και συμπληρώνεις, για φαντάσου να μας είχε ξεχάσει το καλοκαίρι...

δεν νομίζω... η ευχή μου θα πιάσει σου λέω...

Sonntag, 26. Mai 2013

YANNIS EFTHYMIADIS * ΓΙΑΝΝΗΣ ΕΥΘΥΜΙΑΔΗΣ


Ich wachte auf und liebte den Gedanken, an dich zu denken.
Manche Menschen tauchen ihre Hand ins Blut, andere aufs Papier, andere wiederum in ihr Gehirn. Ich aber lebe, ganz einfach.
Man sagt: “Schau, er ist bekleidet mit Licht und seiner Selbstgefälligkeit.” Oder auch: “Er ist besessen!... Er schreibt Gedichte.”
Ich aber sage: “Ich lebe, ganz einfach.” Und ich lebe, damit ich dich an den Rand eines riesigen Meers zerre, nur um deinen erstaunten Blick neben der Sehnsucht zu betrachten.
Du sagst: “Ich liebe dich” und andere ähnliche dummen Worte.
Ich aber sage einfach: “Ich lebe, bis ich sterbe”.



(in meiner Übertragung)







Ξύπνησα και αγαπούσα τη σκέψη ότι σε σκέφτομαι.
Μερικοί βουτάνε το χέρι τους στο αίμα, άλλοι στο χαρτί, κάποιοι στο μυαλό τους. Εγώ απλά ζω.
Λένε: «Κοίτα, ντυμένος με το φως και την αυταρέσκειά του.» Ή λένε: «Έχει κι εκείνη την τρέλα!... Γράφει ποιήματα.»
Εγώ λέω: «Απλά ζω». Και ζω για να σε σέρνω στην άκρη μιας πελώριας θάλασσας μόνο για να κοιτάζω το σαστισμένο βλέμμα σου δίπλα στον πόθο.
Εσύ λες: «Σ’ αγαπώ» και άλλες παρόμοιες σαχλοκουβέντες.
Εγώ απλά λέω: «Ζω, μέχρι να πεθάνω».


(η φωτογραφία είναι δική μου - das Foto stammt von mir)

Donnerstag, 2. Mai 2013

MARIA TSIRAKOU * ΜΑΡΙΑ ΤΣΙΡΑΚΟΥ


IN DER KLAMMER DES TAGES

Du, rechnetest den Durchmesser der Null aus
als du auf den Bus wartetest – Haltestelle Ecke –
morgendliche Müdigkeit deines Lebens
Alltag nennen wir es,
weil wir es nicht ertragen, es anders zu bezeichnen.
Resignation vielleicht?

Du, betrachtetest den Trubel in der Stadt
in dir fühlten sich gestört die unerfüllten Wünsche und kämpften
sollen wir schon wieder mit der alten Leier anfangen?
Ja, wir sollten es tun,
weil du den Trubel deines Selbst ablehnst.
Hast du ihn je im Spiegel betrachtet?

(Es erfrischte sein Gesicht
mit einem Lächeln, mit einem „Guten Morgen“.
Murmelte jenes gemeine „Das Leben ist schön“.
Ging, betrachtete,
erlebte, lebte, Moment für Moment
gebar er sein Glück).

Du, hysterisch multipliziert,
wartest gedankenverloren auf den Bus – Haltestelle Ecke –
erneut, abendliche Müdigkeit deines Lebens

Denn, während du den Durchmesser der Null ausrechnetest,
sahst ihn nicht, in der Klammer des Tages.


(in meiner Übertragung)




ΣΤΗΝ ΠΑΡΕΝΘΕΣΗ ΤΗΣ ΜΕΡΑΣ

Εσύ, μετρούσες τη διάμετρο του μηδενός
περιμένοντας το λεωφορείο – στάση γωνία –
κούραση πρωινή της ζωής σου
καθημερινότητα το λέμε,
γιατί δεν αντέχουμε να το πούμε αλλιώς.
Παραίτηση μήπως;

Εσύ, κοιτούσες την κίνηση της πόλης
πάλευαν ενοχλημένα τα απωθημένα σου
πάλι τα ίδια να λέμε;
Ναι, θα τα λέμε,
γιατί αρνείσαι την κίνηση του εαυτού σου.
Τον παρατήρησες ποτέ στον καθρέφτη;

(Εκείνος, δρόσισε το πρόσωπό του
με ένα χαμόγελο, με μια «καλημέρα».
Μουρμούρισε κοινότοπα «η ζωή είναι ωραία».
Περπατούσε, παρατηρούσε,
βίωνε, ζούσε, στιγμές-στιγμές
την ευτυχία του γεννούσε).

Εσύ, υστερικά πολλαπλασιασμένος,
περιμένεις αφημένος το λεωφορείο – στάση γωνία –
ξανά, κούραση βραδινή της ζωής σου

Γιατί ενώ μετρούσες τη διάμετρο του μηδενός
δεν είδες, στην παρένθεση της μέρας, εκείνον.

(από την συλλογή: «επιΣτροφή από την απόΣταση, εκδ. Μανδραγόρας, 2012)

Dienstag, 2. April 2013

ALKI ZEI * ΑΛΚΗ ΖΕΗ



Annivas-Schuhe

„Mamaaaa!“
„Mamaaaaaaa!“
„Mamaaaaaaaaaa!“
Manos schreit immer lauter.
Mama hört nicht, sie ist in der Küche und hat die Tür zugemacht.
Sie brät Frikadellen und will nicht, dass sich der Bratgeruch in die ganze Wohnung verbreitet.
Mama und Oma hassen den Bratgeruch.
Manos hasst die Dame, die eine Etage unter ihnen wohnt.
Die Dame von unten hasst Manos und alle Kinder der Nachbarschaft.
Sie liebt nur ihren Hund.
Der Hund bellt andauernd, gleicht einer großen Maus und heißt Susi.
Als Manos klein war, dachte er, Bratgeruch wäre die Dame von unten.
„Mach schnell die Wohnzimmertür zu, damit kein Bratgeruch rein kommt“, rief Oma.
Manos schloss sie ganz schnell und schaute durch das Schlüsselloch, um die Dame mit dem Maus-Hund zu sehen.
Inzwischen ist er älter geworden und weiß, was Bratgeruch ist.

„Mamaaaaaaaaaaaaa!“
Seine Cousine Margarita ist daran schuld, dass Mama sich sofort beeilte, sich in der Küche einzuschließen, direkt nachdem sie von der Arbeit zurück kam.
Margarita wurde nämlich krank und wenn sie krank ist, geht die Oma hin und bleibt bei ihr, weil Tante Katina – Margaritas Mutter – sehr spät von ihrem Büro nach Hause kommt und sonst niemanden hat, der auf Margarita aufpassen kann.
Sein Cousinchen also wird immer wieder krank. Mal sind es die Mandeln, mal die Grippe, mal die FRÜHE GRIPPE – so heißt doch jene komische Krankheit.

„Schickt mir die Oma“, sagt Margarita am Telefon, „ich habe die FRÜHE GRIPPE“.
Sie sagt es so stolz, als wäre es etwas sehr Wichtiges.
Opa hat ihnen erklärt, dass diese Krankheit wie Schnupfen ist und Frühjahrsgrippe heißt.
Wichtigtuerin, denkt Manos, und dafür wollen sie Oma haben!
Nach Margaritas Anruf nimmt Oma eine große Tasche und geht.
Mama hat gerade noch Zeit, ihre Tasche abzustellen, wenn sie von der Arbeit kommt, und schlüpft dann sofort in die Küche.
Manos wird sehr selten krank. Er hätte auch gerne die FRÜHE GRIPPE. Mal sehen, was dann passieren würde. Müsste die Oma entzwei geteilt werden?!

„Mamaaaaaaaaaaaaaaaa!“

Mama rührt sich nicht.
Manos fragt sich, warum nicht Opa die Frikadellen brät, der sowieso den ganzen Tag zu Hause ist. Aber es ist sicher, dass Mama es nicht zulassen würde.
„Lasst den Opa in Ruhe, er hat Vieles in seinem Leben erlitten“, sagt Mama immer.
Wenn er erwachsen ist, will Manos auch „viel erlitten haben“, damit er, wie Opa, nichts zu tun und nur die Blumen auf dem Balkon zu gießen braucht.

„Mamaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!“
Endlich! Die Küchentür geht auf und Mama kommt zusammen mit dem Bratgeruch heraus. Der Bratgeruch ist gar nicht so schlimm. Er riecht nach Frikadellen.
„Warum schreist du so?“ fragt Mama, während sie zum Esszimmer geht, wo Manos ist.
Manos guckt zusammen mit Opa die Nachrichten im Fernsehen. Das heißt, Opa guckt, Manos ist mit seinen Gedanken woanders.
„Mama, kauft ihr mir ADIDAS-Schuhe?“ fragt Manos.
„Hast du mich deswegen gerufen? Ich ersticke vor so viel Arbeit!“ sagt Mama.
„Die Kinder, die ADIDAS tragen, kommen in die stärkste Fußballmannschaft“ sagt Manos nörgelnd.
Mama antwortet nicht, geht wieder wie der Wirbelwind raus.
„Essen wir?“ ruft Opa ihr zu und schaltet den Fernseher aus.
„Bald“ antwortet Mama von der Küche.
Papa kommt von der Arbeit und bringt ein französisches Brot mit.
„Setzt euch“ ruft Mama.
Sie setzen sich. Mama bringt die Frikadellen und den Salat.
„Kauft ihr mir ADIDAS-Schuhe?“ fragt Manos, den Mund voll gestopft mit seiner Frikadelle.
„Annivas-Schuhe?“ staunt Opa.
Papa lacht.
Mama lacht überhaupt nicht.
Manos schluckt seinen Bissen hinunter.
„Alle Kinder, die ADIDAS tragen, kommen in die stärkste Mannschaft“, sagt Manos wieder, damit es alle hören.
„Als ich klein war, spielte ich barfuß und keiner konnte es mit mir aufnehmen. Annivas-Schuhe, dass ich nicht lache!“ sagt Opa.
„Sind sie teuer?“ fragt Papa.
„Sauteuer“ antwortet Mama.
„Vielleicht zu deinem Geburtstag“ sagt Papa.
Manos sagt nichts. Er denkt, dass jetzt Oktober ist und sein Geburtstag erst im April.
Bis dahin wird ihn sein Mitschüler Antonis, der alles in der Klasse regelt, in der Mannschaft mit den schlechten Spielern lassen.
„Lass doch jetzt nicht den Kopf hängen!“ sagt Mama.
Manos’ Nase klebt fast in seinem Teller. Er hebt wieder den Kopf.
„Tränen! Wegen der blöden Annivas-Schuhe?“ fragt Opa.
„So klein und sich auf Grund der Schuhe in verschiedene Mannschaften aufteilen“ sagt Papa kopfschüttelnd.
„Sie tun es den Erwachsenen nach. Siehst du nicht, wie hoch Herr Jorgos die Nase trägt, seitdem er ein Hemd mit dem kleinen Krokodil darauf hat?“ sagt Mama.
„Was würde passieren, wenn er erst eins mit ’nem kleinen Elefanten hätte“ sagt Opa.
„Manos, du wirst sehen. Ich werde dir helfen“ sagt Papa.
Manos versteht nicht, wie er ihm helfen könnte. Als Papa ins Gymnasium ging, war er Torwart.
In der Schublade seines Schreibtisches hat er eine Medaille.
„Manoooooooooos! Manoooooooooos! Manoooooooooos!“
Hört man von draußen rufen.
Manos läuft zum Fenster.
Unten auf der Straße stehen drei ADIDASche.
So nennt man in der Klasse die Kinder, die ADIDAS tragen.
Es sind Antonis – der immer bestimnmt –, Christos und Kostas, der kugelige

„Manoooos! Manoooos! Sägebarsch!“ schreien die ADIDASchen.

Frau Bratgeruch kommt auf den Balkon raus, mit ihrem Hund in den Armen. Sie trägt ein kunterbuntes Hauskleid mit roten Rosen drauf.
„Was schreit ihr herum mitten am helllichten Tag, ihr ungezogenen Gören!“
Die ADIDASchen machen sich aus dem Staub.
Was wohl ungezogen bedeutet, fragt sich Manos.
Opa stellt sich neben Manos ans Fenster.
„Schau mal, das Dickerchen kann nicht mal laufen“ sagt Opa. „Wenn sie uns die Renten rückwirkend erhöhen, kauf ich dir die Annivas-Schuhe“ fährt Opa fort.
„Wie war das mit dem rückwirkend“ fragt Manos und schaut schräg zur Mutter hin, ob sie vielleicht Nein deutet.
Mama deutet nichts.
Papa raucht seine Zigarette und denkt über etwas nach.
Opa raucht seine Zigarre und denkt auch über etwas nach.
Manos hilft Mutter dabei, den Tisch abzuräumen und denkt an die Annivas-Schuhe, wie Opa sie nennt.
Jetzt hilft auch Opa beim Abräumen mit, auch wenn „er in seinem Leben viel erlitten hat“.
Papa raucht immer noch und ist immer noch nachdenklich.
Der Tisch ist abgeräumt, Mama nimmt die Tischdecke und geht aus dem Zimmer.
Manos holt die Tischdecke, die Oma bestickt hat und will sie auf die Tischmitte ausbreiten.
„Laß“ sagt ihm Papa und schaut auf Opa.
„Laß“ sagt ihm Opa und schaut auf Papa.
Manos legt die kleine Tischdecke auf einen Stuhl.
Papa fasst den Tisch mit beiden Händen.
„Fass mit an“ sagt Papa zu Opa.
„Fass mit an“ sagt Opa zu Papa.
Manos schaut beide an und versteht nichts.
Opa und Papa heben den Tisch und stellen ihn beiseite.
Jetzt nehmen sie jeden Stuhl einzeln weg und stellen sie auch zur Seite.
„So ist es gut“ sagt Opa zu Papa.
„In Ordnung“ sagt Papa zu Opa.
Manos scheint etwas begriffen zu haben.
Papa formt aus seiner Morgenzeitung einen Ball und klebt ihn mit Tesafilm zusammen.
„Fertig“ sagt Papa.
„Stell dich dort hin!“ Opa zeigt Manos einen Platz.
Papa wirft ihm den Zeitungsball zu.
„Schieß“ sagt Opa, der sich Manos gegenüber gestellt hat.
„Mach einen Kopfschuss“ sagt Opa.
„Schieß mit beiden Füßen“, sagt Papa.
„Pass mal!“ sagt Opa.
„Komm aus dem Tor raus!“ sagt Papa.
Manos schießt und fällt abwechselnd.
„Schieß in die Ecke!“ ruft Opa.
„Komm aus dem Tor raus, sag ich dir“ ruft Papa.
Dok-dok schlägt Frau Bratgeruch von unten mit dem Besenstil gegen ihre Decke.
„Mach eine Parade“ rufen Opa und Papa zusammen.
Mama steht an der Tür.
Manos sieht ihre Füße, so wie er da in seiner Torwartparade liegt, mit dem Zeitungsball in den Händen.
Mama wird uns jetzt anschreien, denkt Manos, weil Mama sich ärgert, wenn man auch nur einer kleinen Vase den Platz wechselt.
Er hebt den Kopf.
Mama lächelt.
„Wir machen einen Profi aus ihm“ sagt Papa.
„Sie werden ihn in die stärkste Mannschaft aufnehmen, ob sie wollen oder nicht!“ sagt Opa.
„Genug für heute“ sagt Papa.
„Manos hilft Papa und Opa dabei, die Möbel wieder zu recht zu rücken. Jetzt lacht er bis über beide Ohren.
Er wird es ihnen in der Klasse zeigen, was echter Spieler heißt! Sollen doch alle anderen ADIDAS oder Hemden mit dem kleinen Krokodil, oder Elefanten oder gar einem Nashorn tragen.


(Originaltitel: Τα παπούτσια του Αννίβα, mit Illustrationen von Sophia Zarambuka, Kedros Verlag, Athen 1986
Erstveröffentlichung auf Deutsch hier – in meiner Übersetzung)


Montag, 25. März 2013

VANGELIS FILOS * ΒΑΓΓΕΛΗΣ ΦΙΛΟΣ


VORWORT

Ich dachte, ich schreibe die Erinnerungen auf.
Nach der Deformation
werde ich nichts mehr haben, was ich dir schenken könnte...

ΠΡΟΛΟΓΟΣ

Είπα να καταγράψω τις μνήμες.
Μετά την παραμόρφωση
δεν θάχω τι να σου χαρίσω...



GENESE

Du wirst leben oder singen.
Ich liebe die Menschen, die litten.
Ich wollte singen.
Man sagte, das sind keine Verse
es sind Schreie...
Ich brauche einen Dichter
der meine Besorgnis in Verse umwandelt.

ΓΕΝΝΗΣΗ

Θα ζήσεις ή θα τραγουδήσεις.
Αγαπούσα τους ανθρώπους που πονούσαν.
Ήθελα να τραγουδήσω.
Είπαν αυτοί δεν είναι στίχοι
είναι κραυγές...
Μου χρειάζεται ένας ποιητής
να κάνει τις αγωνίες μου στίχους.



Edvard Munch: η κραυγή




aus: STILLE

Ich beobachtete stumm
meine eigene Beerdigung

ΣΙΩΠΗ

Παρακολουθούσα αμίλητος
την κηδεία του εαυτού μου.



ODE

Hölzerne Hände reichen mich umher
in den Symposien der Lethe.

Steinerne Augen
steinerne Prozession
trockene Gesichter.
Stille Glockentürme, einsame Klagen
vergessene Schreie.
Das Haus leer, ein Loch im Herzen.
Getrocknete Bitternis nimmt mich auf Reisen.
Bleicher Mohn
wie verlor sich nur dein Lachen
in die nasse Einsamkeit?
Meine Schritte graben unterirdische Wege.
Durchnässt die Erde.
Man brachte dich und holte dich wieder ab
Braut der Sonne.

ΩΔΗ

Ξύλινα χέρια με περιφέρουν
στα συμπόσια της λησμονιάς.

Λίθινα μάτια
πέτρινη πομπή
στεγνά πρόσωπα.
Σιωπηλά κωδωνοστάσια, έρημοι θρήνοι
ξεχασμένες κραυγές.
Άδειο το σπίτι, τρύπια καρδιά.
Στεγνωμένη πίκρα με ταξιδεύει.
Χλωμή παπαρούνα
πώς χάθηκε το γέλιο σου
στη βρεγμένη μοναξιά;
Υπόγειους δρόμους σκάβουν τα βήματά μου.
Μουσκεμένο χώμα.
Σε φέραν και σε πήραν
Νύφη του ήλιου.






MOMENT

Ein schwebender Tropfen
ich schaffte es nicht.
Konzentrische Kreise bringen durcheinander
das Gleichgewicht des Wassers.
Eins, zwei, drei,... nichts...

Der nächste Tag wird Nacht sein.

ΣΤΙΓΜΗ

Μια σταγόνα αιωρούμενη
δεν πρόλαβα.
Ομόκεντροι κύκλοι διαταράσσουν
την ισορροπία του νερού.
Ένα, δύο, τρία,... τίποτα...

Η άλλη μέρα θα είναι νύχτα.



ΑΤΗΕΝ

Verriegelte Tür vor meinem Gesicht.
Unnütze Nächte
wie soll ich wieder los starten
auf geschmolzenem Asphalt?

ΑΘΗΝΑ

Κλειστή πόρτα στο πρόσωπό μου.
Άχρηστες νύχτες
πώς να κινήσω ξανά
στους λιωμένους δρόμους;






STEINERNE STUNDEN

Stille.
An den Wänden, an der Decke
in der Luft.
Du kannst nicht anders
als still zu halten.
Denn viel hast du geredet
und deine Worte wurden zu traurigen
Alibis.

ΠΕΤΡΙΝΕΣ ΩΡΕΣ

Σιωπή.
Στους τοίχους, στο ταβάνι
στον αέρα.
Δεν έχεις τίποτα άλλο
παρά να σωπάσεις.
Τι μίλησες πολύ
και γίναν τα λόγια σου άλλοθι
λυπητερά.



KLEINE SCHWALBE

Deine Stimme verirrte sich
in den vergessenen Plätzen
dein Körper trocknete aus
in der Wüste der Jahrhunderte.
Wo soll ich dich finden?

ΜΙΚΡΟ ΧΕΛΙΔΟΝΙ

Χάθηκε η φωνή σου
στις ξεχασμένες πλατείες
στέγνωσε το σώμα σου
στην έρημο των αιώνων.
Πού να σε βρω;






EINSAME STADT

Durchgegrabene Erde mein Körper
niedergebrannter Brunnen
dein Kuss
die Augen ausgetrockneter Fluss.
Leer die Hände...

ΕΡΗΜΗ ΠΟΛΗ

Σκαμένη γη το κορμί μου
πυρπολημένη βρύση
το φιλί σου
ξερό ποτάμι τα μάτια.
Άδεια τα χέρια...



WIR

Als die Zeit kam
Wir, flüstertest du und gingst fort.
Seitdem murmelt jeden Abend
Wir, der Mond
und streichelt das Meer.
Wir, rufe auch ich in den Nächten
zu meinem Schatten.

ΕΜΕΙΣ

Σαν ήρθε η ώρα
Εμείς, ψιθύρισες κι έφυγες.
Από τότε κάθε βράδυ
Εμείς, μουρμουρίζει το φεγγάρι
χαιδεύοντας τη θάλασσα.
Εμείς, φωνάζω κι εγώ τις νύχτες
στη σκιά μου.







aus: BITTERE STÜRME

BLAUER STERN

Freunde erschossen mich
Freunde kreuzigten mich
Genossen verhalfen dem Mond zur Flucht.
Für wen sollte ich auferstehen?
In den kalten Nächten?

ΓΑΛΑΖΙΟ ΑΣΤΕΡΙ

Φίλοι με πυροβόλησαν
φίλοι με σταύρωσαν
σύντροφοι φυγάδεψαν το φεγγάρι.
Για ποιον ν' αναστηθώ
τις κρύες νύχτες;



WEG

Halbes Essen
Halbes Brennholz
Halbe Stunden
Halbe Träume.
In den Winden suche ich die Hälfte meiner Kinder.

ΔΙΑΔΡΟΜΗ

Μισό φαΐ
Μισό καυσόξυλο
Μισές ώρες
Μισά όνειρα.
Στους ανέμους γυρεύω τα μισά παιδιά μου.






ERINNERUNGEN

Züge luden Seufzer ab
weiße Körper
geplünderte Erwartungen...

ΜΝΗΜΕΣ

Τρένα ξεφόρτωναν στεναγμούς
λευκά κορμιά
λεηλατημένες προσδοκίες...



BITTERE STÜRME

Ich puste das Feuer auf
und es geht aus
durch der Bitternis Dioxin.

ΠΙΚΡΕΣ ΘΥΕΛΛΕΣ

Φυσάω τη φωτιά
και σβήνει
από το διοξείδιο της πίκρας



SCHULD

Trauriger Zuschauer der alltäglichen Exekution
grausamer Vollstrecker der alltäglichen Exekution
Opfer der alltäglichen Exekution.

ΕΝΟΧΗ

Θλιβερός θεατής της καθημερινής εκτέλεσης
φριχτός δήμιος της καθημερινής εκτέλεσης
θύμα της καθημερινής εκτέλεσης.



Wilhelm Morgner: δύο γυναίκες στο χωράφι



DIE MUTTER

Als die große Nachricht eintraf, weinte sie nicht. Kurz nur verriegelte sie die Fenster. Dann nahm sie die Hacke und ging zum Acker. Sie wühlte das Innere der Erde um und steckte ihre Bitterkeit darein. In der Morgenröte spross an dieser Stelle eine riesengroße Platane hervor.

Η ΜΑΝΑ

Σαν ήρθε το μεγάλο νέο, δεν έκλαψε. Μόνο για λίγο σφάλισε τα παράθυρα. Ύστερα πήρε το τσαπί τραβώντας για το χωράφι. Ανασκάλεψε τα σωθικά της γης και έβαλε μέσα την πίκρα της. Την αυγή ένα θεόρατο πλατάνι φύτρωσε στο ίδιο μέρος.



VERURTEILUNG

Im letzten Augenblick
entging ich dem tödlichen Schlag.
So wurde ich dazu verurteilt
meine Wunden zu heilen...

ΚΑΤΑΔΙΚΗ

Την τελευταία στιγμή
απέφυγα το θανατηφόρο χτύπημα.
Έτσι καταδικάστηκα
να γιατρεύω τις πληγές μου...



aus STILLE NÄCHTE

Irgendwo in der Ferne
mit Mühe schwebt
eine Erinnerung

ΓΑΛΗΝΕΜΕΝΕΣ ΝΥΧΤΕΣ

Κάπου μακριά
με κόπο πλανιέται
μια θύμηση






REISEN

Seevögel nahmen meine Augen
Schiffe luden meinen Körper auf
Der Wind beugte meinen Schatten.

ΤΑΞΙΔΙΑ

Θαλασσοπούλια πήραν τα μάτια μου
καράβια φόρτωσαν το κορμί μου
Λύγισε ο αέρας τον ίσκιο μου.



TRAUM

Man tötet nicht die Toten
flüsterte sie mir.
Die Toten töten nicht
flüsterte ich ihr.
Und wir weinten viel
lachten viel
und küssten uns...

ΟΝΕΙΡΟ

Δεν σκοτώνουν τους πεθαμένους
μου ψιθύρισε.
Δεν σκοτώνουν οι πεθαμένοι
της ψιθύρισα.
Και κλάψαμε πολύ
γελάσαμε πολύ
και φιληθήκαμε...



ROTER ABEND

Es regnet... wieder regnet es..
Ich habe keine Liebe
Ich habe keine Bitternis
Ich habe keine Traurigkeit
Nunmehr regnet es umsonst.

ΚΟΚΚΙΝΟ ΔΕΙΛΙΝΟ

Βρέχει... πάλι βρέχει.
Δεν έχω αγάπη
Δεν έχω πίκρα
Δεν έχω θλίψη
Άσκοπα πια βρέχει.




(από τον τόμο ΜΗΔΕΝΙΚΗ ΑΚΟΛΟΥΘΙΑ, Γιάννινα 1989 - alle Übersetzungen stammen von mir und werden erstmalig hier veröffentlicht)
οι φωτογραφίες, εκτός από τις δύο με τις λεζάντες κάτω από τους πίνακες, είναι δικές μου - außer den beiden Gemäldefotos, stammen alle anderen von mir

Donnerstag, 14. März 2013

KONSTANTINOS KOLIOS * ΚΩΝΣΤΑΝΤΙΝΟΣ ΚΟΛΙΟΣ


SONNENAUFGANG

Aus welchem Ort der Welt
du auch immer die Nacht ansiehst
wirst du stets dieselbe Dunkelheit erkennen.
Bei der Sonne allerdings ist es anders
du musst den Blick
gen Osten wenden
denn sonst stehst du mit dem Rücken
zum neuen Tag.

Kannst du dir vorstellen, wegen deines Dickschädels
die Sonne zu verpassen?


(in meiner Übertragung)



ευχαριστώ τον φίλο μου Κυριάκο Βουτσαλά για την παραχώρηση της φωτογραφίας



ΑΝΑΤΟΛΗ

Απ’ όποιον τόπο του κόσμου
κι αν κοιτάξεις τη νύχτα
το ίδιο σκοτάδι διακρίνεις.
Ο ήλιος όμως διαφέρει
πρέπει να στρέψεις
το βλέμμα στην ανατολή
ειδάλλως θα ξημερώσει
στην πλάτη σου.

Φαντάζεσαι να χάσεις τον ήλιο
για μια ξεροκεφαλιά;

YIANNIS EFTHYMIADIS * ΓΙΑΝΝΗΣ ΕΥΘΥΜΙΑΔΗΣ, 20

20  Wenn dieses Gedicht über die Jahrhunderte hinweg besteht  wenn jemand zufällig seine Seite aufschlägt  und diese Worte liest  wird denn ...